Feuerwehr ist eine Berufung- sonst hälst Du es nicht aus.

 


Feuerwehr ist eine Berufung- sonst hälst Du es nicht aus.
Steigende Bürokratie, zunehmende Undankbarkeit in der Bevölkerung, eine immer mehr steigende Arbeitsbelastung und Arbeitgeber die immer weniger Verständnis für den Feuerwehreinsatz zeigen: Der Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr wird immer unattraktiver und belastender.Hinzu kommen traumatische Erlebnisse, gerade oft bei Verkehrsunfällen. Diese Ereignisse hinterlassen Bilder im Kopf, die man selten bis nie vergisst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Arbeitgeber

 

Arbeitgeber zeigen immer weniger Verständnis für Einsatzfahrten Ihrer Mitarbeiter. Somit überlegen sich immer mehr Arbeitnehmer ob Sie überhaupt zu kleineren Einsätzen mitfahren sollen. Auch bei größeren Einsätzen zeigen Arbeitgeber immer weniger Verständnis. Sprüche vom Arbeitgeber wie " Deine Arbeit ist wichtiger als jedes Menschenleben" ist leider keine Seltenheit mehr. Der Arbeitgeber zahlt das Gehalt, nicht die Feuerwehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachteinsätze

24 Stunden, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr einsatzbereit sein. Immer 100 Prozent geben können. Dazu belasten vor allem die Nachteinsätze mit der hohen körperlichen Belastung. Feuerwehrmänner werden aus den schönsten Träumen gerissen, um so manchen Albtraum zu erleben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Familie

Wie soll man den Kindern erklären, dass Papa aus der Arbeit kommt, aber noch für ein paar Sunden in die Feuerwehr muss? Natürlich unentgeltlich. Das Familienleben eines Feuerwehrmannes leitet nicht selten unter dem Feuerwehrdienst. Hier muss im Familienleben nicht nur der Vater, sondern auch die ganze Familie für die Sicherheit der Allgemeinheit zurück stecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Alles unentgeltlich

Die Instanthaltung von Fahrzeugen, Häusern und Ausrüstung kosten den Gemeinden sehr viel Geld. Um den hohen Sicherheitsstandard aufrecht erhalten zu können, ist das nur mit dem freiwilligen Dienst möglich. Bis auf die Kommandantur erhält niemand eine Aufwandentschädigung. Alle arbeiten freiwillig, ob Ausbilder, Gerätewarte und Mechaniker. Leicht kommt man auf über 10 Stunden in der Woche. Übungsabende, Vorbereitungen, Ausbildung, Fortbildung und Sitzungen… und natürlich Einsätze.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Es finden sich immer weniger Freiwillige, aber die Arbeit vermehrt sich

Durch die Umstände finden sich immer weniger Freiwillige für den Feuerwehreinsatz. Während früher Brände die Hauptgründe für Einsätze gewesen sind, spielen sie heute die geringste Rolle. Heute rückt die Feuerwehr vermehrt zu Türöffnung, Ölspuren, Tragehilfen und Verkehrsunfälle aus. Die Arbeitsbelastung wird auf immer weniger Schultern verteilt. Ganz abzusehen, dass auch bei den Feuerwehren eine hohe Bürokratie herrscht.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Keine Anerkennung der Bevölkerung für den geleisteten Dienst

Beleidigung, Beschimpfungen und Handgreiflichkeiten sind keine Seltenheit mehr. Undankbarkeit ist an der Tagesordnung. Die Verrohung der Gesellschaft macht auch vor der Feuerwehr nicht halt. 
Gaffer, Beschwerden über zu hohe Geschwindigkeiten in Einsatzfahrten, oder Beschwerden über Ruhestörungen bei Blaulichtfahrten sind keine Seltenheit mehr. Auch Bequemlichkeiten der Bürger belasten die Freiwilligen Feuerwehren: Wenn der Schlüsseldienst zu teuer wird, wird auch gerne einmal die Feuerwehr gerufen.Für so etwas hat natürlich kein Arbeitgeber Verständnis, wenn Mitarbeiter aus diesem Grund zu einen Einsatz gerufen werden.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

Warum gibt es noch Feuerwehrleute?

Man verzichtet auf Familie, Freizeit und Erholung um anderen Menschen zu helfen. Warum es noch Feuerwehrleute gibt? Kameradschaft gibt sehr viel und ist für viele Feuerwehrleute eine zweite Familie. Man erlebt das starke Gefühl gebraucht zu werden.Feuerwehr muss eine Leidenschaft sein und eine Berufung, sonst scheitert man mit dieser Aufgabe. Der Staat ist hier stark gefordert Bürokratie abzubauen und die Feuerwehr nicht als reine unbequeme Kostenstelle zu sehen. Die Feuerwehr ist nicht nur dein Lebensretter, sondern ist ein Kulturgut. Feuerwehrdienst ist ein Dienst an den Nächsten und eine echte Nächstenliebe. Unsere Gesellschaft redet gerne edel über Gleichstellung in der Gesellschaft, Förderung der Benachteiligten und die Optimierung der einzelnen gesellschaftlichen Individuen. Dieser Fortschritt ist aber nur durch ein funktionierendes Sicherheitssystem gewährleistet die durch den Freiwilligendienst erst ermöglicht wird. Es ist lange überfällig dass die sich selbst hochlobende Gesellschaft ihren wahren Helden und Rettern etwas in irgendeine Form zurück gibt: Auch wenn es nur Akzeptanz und Dankbarkeit ist.